006 - Notfall für Doktor Anna

Dr. Anna

Mi. 2J.4.1994  9.56 Uhr Termin bei Frau Dr. Anna! Von Kreislaufbeschwerden, grippalem Infekt und und anderen  gesundheitlichen  Gründen ist hier alles in der Sprechstunde zu finden. Das meistverschriebenste Medikament: Koffein! Läßt der Betrachter seinen Blick in die Runde schweifen, so fällt ihm  auf,  daß mindestens 90% der Patienten dem Jahrgang 13 des Gymnasiums Oesede angehören.
Obwohl an diesem Tage die besonders  schweren  Falle  fehlen (Kai B.,  Lutz D.,  Marion  G., Kerstin M.,..), ist das raucherfüllte Wartezimmer voll besetzt (Toni   O.:   Nasenbeinbruch, Uwe-C .-K.:  W asserfarbenallergie, Ingo J.: u.U. (unüberwindbare   Unlust), Christian   M: Farbenblindheit). Die Krankheiten der Personen am Nebentisch sollen hier nicht näher erläutert werden, da es sich hier um chronische Anomalien handelt  (gefährlich!).
Der  Tag  begann  damit,  daß Toni O. zu Uwe-C.-K. kam und nach seinen Plänen fur die 3./4. fragte (Haste Boch auf Doko!).  Toni  O.  stürzte  nach  der zweiten Stunde und U.-C. seine o.g. Allergie und der typische Schultag fing jetzt erst richtig an.
Schnell fanden sich noch andere Kranke und schon war der 5-Mann  Krankentransporter  mit rundum Beschallung von Ingo J. vollbesetzt und ab gings zu Dr. Anna.
Der  Service  im  Wartezimmer war wie immer perfekt. Von essentiellen Wachhaltern wie Kaffee  und  Cola  bis  zu  Insulinspritzen  ersetzenden  Stoffen wie Snickers, Mars, Bounty, etc. und den die Beschäftigungstherapie unterstützenden Ü-Eiern.
Schnelles Handeln ist nun gefragt,  da in  der Notaufnahme der  Patient  Dirk  L.  mit  lebensbedrohlichen Kunstschocksymptomen  eingetroffen  ist.
Schon naht die Retting in Gestalt jener berühmt-berüchtigten Doktorin Tante Anna, die sofort die schlechte Lage des Patienten  erkannt  hat  und  mit einer schwärzlich gefärbten Infusion (mit rotem EtiketT) stabilisiert.
Ein glückliches Lächeln breiten sich uber dem Gesicht des soeben dem grausamen Kunst-Tod entronnenen Patienten. Stabilisierende  (ROT)  verpackte  K.-Riegel werden an die umliegenden ebenfalls behandlungspflichtigen Patienten ausgegeben. Schweißperlen zeichnen sich auf der  Stirn  der  diensthabenen Notärztin ab, doch die kritische Situation der _atienten ist gebannt: Raoul beginnt schon auf Latein  zu  phantasieren!  (Ehre für Herrn Rolfes!)
ABI  94,  alles  Horror,  ...oder was!

Raoul,  Ingo,  Uwe-Christian, Arja, ChrisTian M., ChrisTian H.